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Farnborough 2010

Nach einer Pause von mehr als 25 Jahren machten wir uns wieder mal auf nach Farnborough im Südwesten von London. War es früher DIE Messe für die neuesten Aviatikerzeugnisse so war der Eindruck heuer zwiespältig. Eigentlich ging ich wegen der Boeing 787 und dem Russischen Regionalflugzeug "Superjet 100".
Aber die Enttäuschung an den beiden "Public Days" am Wochenende war gross: Das einzige Verkehrsflugzeug, das noch für uns Normalos ein paar Runden drehte, war die A380. Immerhin!


Auch von der Fighter Seite her war nichts da, was einem die Haare "hindergstrählet" hätte. Die neuesten Jäger waren der Eurofighter und die F/A 18! An Trainingsflugzeugen zeigte sich auch nur die Aermacchi 346 in der Luft. Auch keine Russen weit und breit! Hatten doch in früheren Jahren die Suchoj und MiG mit haarsträubenden Kunstflugvorführungen aufgewartet.
Dafür erinnerte sich England des 70-jährigen Jubiläums der "Battle of Britain" und liess Oldtimer von damals in die Luft. Es war etwas langatmig, wenn jedes dieser Flugzeuge eine Solovorstellung gab. Wenn man die Spitfire und Hurrican gesehen hat fünf Runden drehen, dann hat man eigentlich auch die Me-109 und Tempest und so gesehen. Das heisst, diese müssten nicht auch noch dieselben Runden zeigen... Die Formation mit dem Lancaster-Bomber war eine Augenweide!
Höhepunkt war natürlich die Vorführung der Red Arrows. Perfektion in Reinkultur haben diese acht Hawk-Piloten und eine Pilotin gezeigt. Und nicht mit farbigem Rauch gespart!
Nach diesem Höhepunkt folgte der Start des Veteranenbombers Avro Vulcan, der dank Spenden wieder flugfähig gemacht werden konnte. Eindrücklich die kurze Startstrecke und die Wendigkeit - nach dem Start gleich in den Messerflug zum Einleiten der Volte! Die vier Olympus Triebwerke röhrten und heulten wie bei der Concorde, wo sie ja auch in der zivilen Ausführung ihren Dienst taten.
Der "Public Day" war also eher ein Volksfest (mit Gumpizelt Marke Murmi, jenen Verkaufsständen für Spick-Modelle und andere kurzlebigen Souvenirs, Fast Food Buden, Werbegirls und Gartenrestaurants). Für die wirklich fluginteressierten war etwas wenig Fleisch am Knochen. Mal sehen, wie Paris 2011 wird...