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Le Bourget 2011

Ende Juni fand in Paris die "Grösste Airshow der Welt" zum über Hundertsten Mal statt. Wie üblich bei meinen gelegentlichen Besuchen dort mit Temperaturen von gegen 30 Grad. Das war auch der Grund, dass die Feuerwehren ihr Wasser bloss zu Kühlzwecken in die Zuschauer dosierten und zum Glück nicht bei einem Unfall brauchen mussten. War eine echte Wohltat! Beim Eintreffen auf dem Gelände steuerte grad die "Solar Impulse" gemächlich in den Endanflug. Imposantes Elektromobil!...

Die Pariser brüsten sich mit der Ausstellung, die die letzten Errungenschaften auf dem Gebiet der Aviatik zeige. Deshalb kamen wohl zu Beginn einige Oldtimer über das Flugfeld. Immerhin donnerte bald die Rafale über die Köpfe, gefolgt vom Eurofighter, A380 und A400M, die beide zu Beginn der Show havariert waren (das rechte Winglet der A380 blieb beim Rollen zum Ausstellungsgelände in einer Aluminiumfassade eines Bürogebäudes stecken und ein Motor des viermotorigen Transporters A400M spukte). Imposant die Steigkurve mit über 90Grad Querlage, die die Airbusboys hingelegt hatten - kurz darauf von der Amerikanischen Hercules Crew und der Italienischen J-27kopiert.

Von Boeing war wie in Berlin und Farnborough nichts (mehr) zu sehen, alles schon abgereist, ebenso die Suchoj mit ihrem "Superjet" - das Gehege war leer. Die Patrouille de France war die einzige Kunstflugstaffel - früher war es jeweils ein Stelldichein verschiedener Europäischer Staffeln. Die Show plampte dann aus, nachdem die Super Constellation vorgeführt worden war. Französische Kleinflugzeuge durften jetzt in den Himmel sowie wieder mal Oldtimer wie die Saulnier-Morane "Paris", der erste richtige Business Jet. Der Pilot hatte sichtlich Freude daran, er stürzte beim Winken aus dem offenen Cockpit während des Vorbeirollens fast aus dem Flugzeug...

Tja, etwa 250'000 Besucher zählte diese Airshow, gemessen daran wirklich die Grösste. Nun kommt dieses Jahr noch Dubai Air Show Mitte November dran, dann hätten wir's wohl.