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JetPower 2011

Nun war es wieder soweit - alle zwei Jahre gönnen sich Bruno, Markus, Roger und Heiner ein verlängertes Wochenende in Bad Neuenahr. Die bedeutendste Messe für Turbinen- und Impellerflugzeuge lockte! Nach einem gemütlichen Germanwings-Flug nach Köln wechselten wir in ein ebenso gemütliches Opeli und tuckerten in 30 Minuten aufs Messegelände. Es scheint keine Rezession oder Krise zu herrschen - die beiden Ausstellungshallen waren voll und die Flugzeuge wie immer vom Feinsten.

Erstmals erlebten wir etwas Regen, am Freitagabend zog ein Schauer über die Bengener Heide. Modelle wurden eilig zugedeckt oder am Trockenen versorgt, aber schon nach 10 Minuten hiess es wieder: Wir fahren weiter...

So konnten wir die Grossflugzeuge A330 und MD-11 bewundern und der präzisen Kunstflugvorführung der Breitlinge folgen. Der Samstag gab dann nichts zu klagen, staubtrocken der Platz und dementsprechend durstig die Leute... Den Organisatoren muss ein Kränzchen gewunden werden, das Programm wurde minutiös geplant und durchgeführt - ohne dass ein Zwischenfall die Modellflugfreude getrübt hätte. Das ist - neben dem Können der Piloten - sicher auch ein Verdienst der 2,4GHz Fernsteuerungen, die ja sehr betriebssicher sind. Eine Neuentwicklung zeigten die Engländer, die ja seit jeher geübte Bastler sind: Eine Wren Turbine treibt einen Impeller, der die Hauptarbeit für den Vortrieb übernimmt. Auf diese Weise konnte der Schub der Turbine um das Achtfache angehoben und der Treibstoffverbrauch um das Fünffache verringert werden, wenn ich das richtig mitbekommen habe.

Die amtierenden Weltmeister Philip Avonds und Vitaly Robertus waren ebenfalls am Start. Ersterer mit seiner roten Fouga Magister, Vitaly mit der perfekt nachgebauten Jak-130, die eine Augenweide ist, so detailversessen! Auch die Deutsche Mannschaft, die an ebendieser Weltmeisterschaft in Dayton, Ohio, den Pokal heimbrachten, wurde gebührend geehrt und vorgeführt. Tolle Sache!

Am Samstagabend luden die Organisaoren zum traditionellen Nachtfliegen ein. War es früher eher ein Plauschfliegen, wurde heuer die Perfektion auch in der Nacht hoch gehalten. Robert Sixt eröffnete mit einer atemberaubenden Helikopterdemonstration mit Feuerwerk, gefolgt von Fallschirmspringern, Seglerschlepp, Kunstflug mit einem 3m-Modell und anderen Leckerbissen. Die LED Technik erlaubt einiges an umwerfenden Präsentationen. Das Schlussbouquet bildeten Robert Sixt und Roland aus der Schweiz (den Nachnamen kann sicher Markus liefern...;-). Sie performten ein sehenswertes Helikopterballett mit ganzen Geschichten aus LED auf die Rotorblätter platziert. Kaum der Erwähnung nötig, dass sie die Show mit einer Autorotation bei Nacht beendeten. Anschliessend kam das grosse Feuerwerk an die Reihe bevor die Leute wieder in die kühle Nacht entlassen wurden.

Der Sonntag begann verhangen und zum Showbeginn um 10 Uhr regnete es wieder, aber auch jetzt: Keine Bange, die regenfesten Modelle gingen trotzdem in die Luft - Kohlefaser rostet ja nicht! Wie am Freitag klarte der Himmel bald auf und die Show konnte gemäss Programm durchgezogen werden. Obwohl der Eurokurs immer noch attraktiv ist, trugen wir ausser Kleinmaterial keine weiteren "Schnäppchen" grösseren Kalibers nach Hause...