Oldtimer besuchen Oldtimer


Die Ausflüge nach Bleienbach (Museum) und Stans (Pilatus Flugzeugwerke) sind auf grosses Interesse gestossen, sodass wir eine lange Pendenz auflösten und an der vergangenen GV zum Besuch der «Meierschen Hangars» auf dem ehemaligen Militärflugplatz Bremgarten im Breisgau einluden. Das Interesse war – wen wundert es – sehr gross und im nu hatten sich 22 Mitglieder eingetragen, was etwa der Hälfte der Aktivmitglieder entsprach.
Damit am 17. April alles optimal klappt, sind vier Mitglieder einen Monat früher zu einem «Rekognoszierbesuch» nach Bremgarten gefahren. Nach einem Mittagessen in der «Genussfabrik» wurden wir von Achim Meier begrüsst und mit detailreichen Kommentaren durch seinen Hangar geführt. Da seines Bruders Hangar arg angefüllt war mit Oldtimern, die gewartet oder zusammengebaut wurden, gab es nur einen schnellen Blick durchs Hangartor. Achim liess es sich nicht nehmen, uns in der Bar des Fliegerhorst Restaurants noch zu einem Abschieds-Cappuccino einzuladen, wo wir die Details des kommenden Fluggruppen-Besuchs besprechen konnten.

19 begeisterte Modellflieger
Was schon beim Pilatus-Besuch geklappt hat, gelang auch jetzt bestens: Das Bilden von Fahrgemeinschaften. Auch die Navigation in fremden Landen wurde von den meisten gemeistert und wir trafen bei schönem Wetter im Fliegerhorst ein. Achim und Tina hatten einen Tisch mit leckeren Sandwiches und Brez’n vorbereitet und die Bar eröffnet. Achim am Zapfhahn lernte die Begriffe «E Stange» und «Panache» in entsprechende Getränke umzusetzen. Von der Bar aus erlaubten zwei Fenster einen ersten Blick in den Hangar. Auch das Pissoir ist sehenswert... In der Garten- oder eher Tarmacwirtschaft konnten wir einem Piloten bei der Bereitstellung seines Mustang P-52 zuschauen.
Nachdem wir gestärkt waren und den Take-off des Mustang verfolgten, führte uns Achim in den Hangar. Manch ein Auge wurde gross beim Anblick der wunderschön präparierten Oldtimer, von denen praktisch alle flugfähig sind oder noch werden. Zu jedem Flugzeug wusste Achim mindestens eine interessante Story zu erzählen, und nicht etwa nur PS und Dienstgipfelhöhe. Da Achim viele der Exponate selbst geflogen ist, konnte er auch die Spezialitäten oder Tücken der Oldies anschaulich beschreiben. Eine verchromte B-26 zog die Blicke auf sich. Der Bombenschacht wurde seinerzeit zu einer Passagierkabine umgebaut und das Flugzeug als VIP – Bomber geflogen. «Das war der Lear Jet der fünfziger Jahre», meinte Achim dazu.

Schweizer Präsenz
Im Hangar seines Bruders («Meier Motors») herrschte rege Aktivität, nicht nur Motoren, auch Flugzeuge werden dort restauriert. Eine rote PC-9 zog unsere Blicke auf sich. Es sei die einzige zivil immatrikulierte PC-9. Aber auch jetzt lag nur ein (etwas längerer) Blick durchs (etwas weiter) geöffnete Hangartor drin.
Im grössten Hangar ist neben zwei C-36 der Schweizer Luftwaffe die Lockheed Super Constellation eingelagert. Flügel, Motoren und Rumpf sind getrennt worden und bereits etwas verstaubt. Es haben sich wohl viele Enthusiasten für dieses ehemals in der Schweiz immatrikulierte Flugzeug (Breitling) interessiert, aber die Kosten eines Zusammenbaus sind enorm, auch nur zur Verwendung als Restaurant oder für einen Kinderspielplatz...
Rund drei Stunden sind vergangen, bis wir wieder (widerstrebend...;-) im Fliegerhorst landeten. Achim, zwischen der luxuriösen Kaffeemaschine und dem Zapfhahn wechselnd, bereitete die «Fürobebier» oder -Cappuccini zu. Und beantwortete geduldig weiter Frage um Frage. Und wir waren restlos begeistert vom Gesehenen – wer weiss, vielleicht sieht uns Achim in ein paar Jahren wieder! Bis es so weit ist, sollen die Fotos darüber hinwegtrösten!

Gestärkt nach Hause
Die «Genussfabrik» in der Nähe des Hangars empfing uns mit einem laaangen Tisch und freundlicher, junger Crew. Man soll sich Zeit lassen dort, dauerte es doch rund eine Stunde bis nach dem Bestellen das erste Essen auf dem Tisch war: Ein etwas verloren wirkender Salat, der eine weitere Viertelstunde Zeit brauchte, bis er jemandem zugeteilt werden konnte, der das dazugehörende Schweinssteak bestellt hatte. Dass einigen Mitessern Pommes statt Spätzle auf den Teller geladen wurden, war nicht weiter schlimm. Nur nicht reklamieren, zugreifen! – denn wir hatten ja noch eine Stunde Fahrt vor uns. Obwohl, der Gesprächsstoff über das Gesehene in den Hangars ging uns ja nicht aus.

Mehr Fotos anschauen?
Selbstverständlich! Hier sind die tollen Erinnerungen vom Rekognoszieren ...
... und hier ist der total gelungene Fluggruppen-Anlass vom 17. April 2026.